Was ist zu tun, wenn es im Unternehmen nicht läuft?

Mario Busshoff

21. Januar 2020

Rückläufige Auftragseingänge und schwindende Umsätze gehören zum Alltag eines jeden Unternehmers. Dabei ist es ganz normal, dass es in einem Unternehmen nicht immer rund läuft und kleine Einbrüche sind eine gute Gelegenheit, aktuelle Geschäftsmodelle zu analysieren und die Fühler nach neuen Möglichkeiten auszustrecken. Dennoch fehlt Unternehmen auch in Krisen oftmals der sogenannte Sense of Urgency oder man beschäftigt sich ganz einfach zu sehr mit sich selbst, anstatt sich Zeit zu nehmen, adäquate Maßnahmen einzuleiten. Doch wie reagiert man überhaupt richtig auf einen Umsatzrückgang, was gilt es zu tun, wenn die Kunden immer weniger werden und wie kann man Krisen in Chancen verwandeln?

Wie reagiert man richtig auf einen Umsatzrückgang?

Bahnt sich eine Krise an, gilt es zuallererst Ruhe zu bewahren. Bevor Sie Ihre Bank kontaktieren und Ihrem Bankberater mitteilen, dass es schlecht läuft, sollten Sie die Situation genauestens evaluieren und bewerten. Wenn Sie alle Daten, Fakten und Lösungsansätze kennen, sind Sie in einer wesentlich besseren Verhandlungsposition und können die notwendige Finanzspritze im besten Fall auch zu günstigeren Konditionen erhalten. Für einen neutralen Blick auf Ihre aktuelle Situation sind hierbei versierte Fachberater die beste Option. Dabei gelingt es erfahrenen Experten oftmals innerhalb kürzester Zeit, Zusammenhänge, Probleme und Potenziale zu erkennen, die Ihnen bis dato noch nicht aufgefallen sind.

Die richtige Strategie

Bei der Entwicklung einer neuen Strategie gilt es, aus vergangenen Fehlern zu lernen und das Wissen für die Neuausrichtung des Unternehmens zu nutzen. Es lohnt sich hierbei, genügend Zeit in die Analyse und Planung zu investieren und transparent zu kommunizieren. Dabei versteht ein fachkundiges Beratungsteam die aktuellen Unternehmenszahlen und kann diese nachvollziehen. Dadurch wird klar, warum es gerade nicht so gut läuft und wo die Problembereiche liegen. Viele Fehler wurzeln erfahrungsgemäß in der Führungsetage. So bekommen Mitarbeiter vielfach nicht genügend Freiräume, leiden an zu viel Druck oder kommen nicht an die Informationen, die sie für ihre tägliche Arbeit benötigen. Zudem sind auch ein wertschätzender Umgang mit den Mitarbeitern sowie Lob und konstruktives Feedback Punkte, die oftmals zu wenig stark ausgeprägt sind und das Arbeitsumfeld negativ beeinflussen. Wird festgestellt, dass es in diesem Bereich Probleme gibt, kann ein professionelles Führungskräftecoaching helfen, die Missstände zu beseitigen. Wichtig hierbei ist jedoch, dass Weiterbildungsmaßnahmen wie das Führungskräftecoaching nicht nur einmalig, sondern in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden und Teil einer umfassenden Unternehmensstrategie sind.

Zielgerichtetes Innovationsmanagement

Mit einem zielgerichteten und vorausschauenden Innovationsmanagement sichern sich Unternehmen Wettbewerbsvorteile, die den Grundstein des zukünftigen Unternehmenserfolgs bilden können. Dabei muss das Rad nicht immer neu erfunden werden. Vielmehr geht es beim Innovationsmanagement um die Ausnutzung von Potenzialen und um die Etablierung neuer und kreativer Ideen und Lösungen. Der schöpferische Gedanke steht somit im Vordergrund, wobei die einzelnen Aktivitäten nur koordiniert zum Erfolg führen. So müssen beispielsweise Aufgaben, wie die Erschließung neuer Märkte oder die Einführung neuer Produkte aufeinander abgestimmt werden. Eine umfassende Strategie, die die internen Abläufe festlegt und organisiert ist dabei die Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Einführung von Innovationsmanagement. 

Restrukturierung und Personalabbau

Eine Restrukturierung ist für ein Unternehmen oftmals überlebensnotwendig, wobei kleine Krisen meist auch ohne eine radikale Restrukturierung und ohne expliziten Personalabbau bewältigt werden können. Wer frühzeitig an Innovationen arbeitet und sein Unternehmen richtig aufstellt, ist hierbei klar im Vorteil. Dabei können regelmäßiges Consulting und Weiterbildungsmaßnahmen wie Führungskräftecoaching dazu beitragen, das Unternehmen vor einer Krise zu bewahren. Kommt es dennoch zu einer Situation, in der nur noch wenig Handlungsspielraum bleibt, dürfen Effizienzprogramme und Personalabbau keine Tabus sein. Oftmals ist es jedoch möglich, den Personalüberhang durch normalen Personalabgang abzufedern. Zusätzlich können Mitarbeiter im Zuge einer Restrukturierung auch in neue Einsatzgebiete übergeführt werden, sodass das Wissen dieser Mitarbeiter trotz Wettbewerbsdruck und finanziellen Engpässen nicht verloren geht. 

Fazit

Personalabbau und rigorose Restrukturierung müssen nicht sein. Wer sich frühzeitig an versierte Fachberater wendet und gemeinsam mit den Experten wichtige Impulse, wie beispielsweise die Etablierung von Innovationsmanagement oder Programme für das Führungskräftecoaching, setzt, kann kleine sowie große Krisen als Chance nutzen, um das Unternehmen nachhaltig zu stärken. Mit etwas Engagement und den richtigen Partnern bringt man das Unternehmen so schnell wieder auf die Erfolgsspur und schafft es im besten Fall auch, sich ungeahnte Wettbewerbsvorteile zu sichern, die das Unternehmen langfristig auf sichere Beine stellen.

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